Das menschelt mir zu sehr: Flickrs Uploader-Nachrichten oder die Unprofessionalität von Profis gegenüber anderen Profis

Pinke und blaue Bälle drehen.

Wir erziehen deinen Computer.

Pufferung…

Wir fragen den Magic Donkey.

Wie bitte? Das ist ein Auszug an Statusmeldungen, die man als Nutzer von flickr genau dann angezeigt bekommt, wenn man seine Bilder hochladen will. Und nur dann, auf der Upload-Seite.

Wechsel ich in meine eigene Galerie, baut sich die Seite auch irgendwie ohne diese nichtssagenden Sprüche auf. Genausowie meine Startseite, die Suche, Gruppen, Tags, usw.
Ich vertraue darauf, dass das bei dir genauso aussieht, und nicht mein Account eine Sonderstellung bei flickr hat, auch wenn ich mich auf eine Art von diese Meldungen besonders behandelt fühle.

Eine Online-Suche nach diesen Sätzen schickte mich zu dem Github-Account eines gewissen Scott Schiller, der, laut einer Textdatei dort, diese Statusmeldungen vor ein paar Jahren schrieb. Besagte Statusmeldungen sind zum Großteil Relikte aus einer Epoche des Internet-Jargons, die damals zu verstehen geben sollten, dass man hip ist; die anderen sind wohl eher als Beispiele für lol so random xd einzustufen.

Und hip sein zu wollen ist bereits schlechtes Design, schlicht weil es anbiedernd ist.

Liebe flickr-Entwickler, vielleicht wird es mal wieder Zeit, sich ein paar grundlegende Regeln zu Design neu einzuprägen.
Ich will überhaupt nicht wissen, welches Internetphänomen aus 2011 oder wann der Statusmeldung Engaging Tuna Blaster… zugrunde liegt.

Ich will stattdessen eine Website, die mich als Nutzer und Kunde ernst nimmt, und das bis hinunter zur wahrscheinlich am Häufigsten geladenen Seite einer Firma, die Fotos ihrer Kunden auf ihren Servern hostet.

Gutes Design ist innovativ.

Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.

Gutes Design ist ästhetisch.

Gutes Design macht ein Produkt verständlich.

Gutes Design ist unaufdringlich.

Gutes Design ist ehrlich.

Gutes Design ist langlebig.

Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail.

Gutes Design ist umweltfreundlich.

Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.

Dieter Rams

Also, nochmal, liebe flickr-Entwickler: lasst bitte die dummen Sprüche weg, ich verbürge mich auch dafür, dass niemand schreiend vor einer noch ladenden Webseite davonlaufen wird, wenn nicht ständig Information übertragen wird, selbst wenn sie so inhaltsleer ist, wie diese Statusmeldungen sind.

Man versuche sich einen derartig ungeduldigen Fotografen vorzustellen. Mir zumindest will das nicht gelingen.

das maß der sprache ist verständlichkeit und glaubwürdigkeit, also ein gesellschaftlicher wert, nicht ein ästhetischer.

Vorwort von Otl Aicher in Stankowski, Anton (1994): Visuelle Kommunikation. Ein Design-Handbuch. 2., erw., überarb. und verb. Aufl. Berlin: Reimer.

Nachtrag: anscheinend habe ich mit Teenagern zu tun, die ernstgemeinte Anfragen an den Support mit Zeichentrickfilmen verwechseln, anders kann ich mir den folgenden Quatsch nicht mehr erklären.

Thank you for your message. Our Flickr Heroes will respond to you shortly. Versandbestätigung einer Supportanfrage auf flickr
Our Flickr Heroes will respond to you shortly? Teilt man sich Entwickler mit Discord, oder wie?

Filme: Beautiful Losers und Bill Cunningham New York

Ob auf 99designs, Bannersnack, Creative Bloq, Designers:Watch, Envato, Fast Company, HOW Design, PsPrint oder Vandelay Design: auf der Suche nach Filmen, die ich als Grafikdesignstudent an Filmen anschauen sollte, wurde ich online schnell (und mehrfach) fündig.

Ich denke, dass das daran liegt, weil alle anderen Filme und Dokumentationen ohnehin interessant für uns Grafikdesigner sind, aber wohl eher vom Standpunkt des fertigen Produktes aus gesehen.

Und heute schaue ich dann Beautiful Losers an, nachdem mich Bill Cunningham New York beeindruckt hat; ein exzellenter Film, und ich möchte betonen, was Bill Cunninghams Lebenswerk mir vermittelt hat:

dass du du selbst bleiben kannst, indem du deinen Träumen folgst.

Filme: Hero, Memento, Á La Folie…Pas Du Tout, Hable Con Ella

Hätte ich während meiner Oberstufenzeit geahnt, dass die sogenannte Besondere Lernleistung: Farben mir als reicher Fundus während des Studiums Grafikdesign dienen würde, hätte ich wahrscheinlich dem mehr Aufmerksamkeit geschenkt, und dadurch ein noch schlechteres Abitur entgegen nehmen dürfen.

Während der letzten Veranstaltung Digitale Medien 2, in welcher wir uns einen Arbeitstag lang mit dem Grafikdesignprogramm schlechthin, Photoshop also, auseinandersetzten, notierte ich mir auch die entsprechenden Empfehlungen unseres Dozenten zu dem großen Themengebiet Farben, speziell Farben im Bild:

Farbe im Kino von Susanne Marschall, Die Sprache der Farben und Kulturgeschichte der Farbe, letztere beiden von John Gage.

Und weil ich zu den wenigen Leuten gehöre, die

alles etwas tiefer brauchen

ein Dozent auf dem Creative Camp zu mir

mache ich gerne mein Studium zum Lebensinhalt und alleinigem Daseinszweck, und schaue mir diese Woche die ersten Filme aus dem Kapitel Die Wiederkehr der Farben aus Susanne Marschalls Farbe im Kino an: Hero, Memento, Á La Folie…Pas Du Tout und Hable Con Ella, wobei ich letztgenannten wahrscheinlich ausschließlich in einem emotional zum Inhalt distanzierten Verarbeitungsmodus anschauen werde, dank seiner Prämisse.

Ich melde mich wieder in ein paar Tagen.