Wie man Grafikdesign studieren kann: (m)ein Selbstversuch

Dutzende Bücher und dutzende Medien anderer Art werden mir nie die Erlaubnis zum Studium geben können.

Auch wenn sich Regale voller Bücher und Listen von Dingen ganz hübsch im Hintergrund machen, muss ich doch sagen, dass weder deren Besitz, noch das Schreiben über sie mir das Gefühl geben konnten, dass ich am richtigen Flecken in meinem Leben bin.

Falls du nicht zum ersten Mal hier bist, lieber Leser, wird dir das schon aufgefallen sein. Das Englische hat hierzu einen passenden Begriff: flaky, auf Deutsch unzuverlässig.

Flaky, flaky waren die Listen aus Büchern. Flaky waren die Listen aus Filmen, flaky waren dutzende an Empfehlungen, flaky waren alle Berater und Ideen-haber und Vorschlag-macher, die ich mir selbst ausgesucht hatte, weil ich selbst flaky war, unzuverlässig im Umgang mit meinem Studium selbst.

Kein Account der Welt auf keiner Social Media-Seite wird mich zu einem Studenten machen können, weder meine eigenen Accounts, noch die Accounts, denen ich folge. Überhaupt, das sind auch nur Listen, mit denen ich irgendetwas Leeres füllen kann. Obwohl diese Füllung, dieses Etwas nicht einmal von mir selbst kommt.

Gitarre kaufen, um dann Musik zu hören. Gitarre kaufen, um sie zu besitzen. Als Erlaubnis. Für den Fall der Musik. Falls ich mal spielen will, könnte ich. Und wenn man nicht spielt, dann lag es nicht an dem Besitz oder dem Fehlen einer Gitarre.

Ersetze Gitarre durch Ersatzhandlung. Ersetze Musik durch Ziel. Ersetze Hören durch Listen. Listen machen sich gut, damit kann man etwas verkaufen, das man nicht besitzt. Absichten, zum Beispiel. Oder Ziele. Oder Elan. Oder Erfolg. Oder den ernsthaften Umgang mit meinem Fernstudium.

Ich denke, dass ich alles dazu gesagt habe, was ich dazu sagen konnte. Die Artikel, die in meinem Papierkorb liegen, bleiben dort jetzt liegen. Die Entwürfe bleiben Entwürfe. Das Gelöschte bleibt gelöscht. Es scheint so, als müsste ich mir selbst den Weg zurück zu einem ewigen Anfang verwehren, indem ich ihn zumauer, abfackel und die Brücken dorthin zum Einsturz bringe.

Dies ist nicht ein Anfang. Dies ist der nächste Schritt. Der zweite Schritt. Das was nach dem Anfang kommt. 1 Jahr produktives Studieren. 1 Jahr produktives Studieren minus dem ersten Tag. Weil der erste Tag schon verbraucht ist.

Heute abend ist Semantiktutorium. Und ich mache jetzt meine Hausaufgaben dazu.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.